Motor überholen

Winter 2011 / 2012

„Schatz, wir haben ein Problem…“  Was war passiert? Der Motor war mittlerweile in Hamburg und wurde mit vereinte Kräften in den Keller geschafft. Hier sollte er zerlegt, gereinigt und entrostet werden. Um die Maschine von allen Seiten gut bearbeiten zu können, hatte uns Andy extra einen Motorständer besorgt. Im Januar 2012 bestand unser Keller noch aus zwei Räumen. Einem kleinen Raum, der als Waschraum und Werkstatt benutzt wurde und aus einem großen Raum, in dem unser Gerümpel und gegebenenfalls Gäste untergebracht wurden.

Der Plan war nun, den Motor aus dem Wasch- / Werkraum in den großen Raum zu fahren, dort Teile abzubauen und diese dann im kleinen Raum zu bearbeiten. „…der Motorständer passt nicht durch die Tür!“ Somit war unser Plan zunichte. Was sollten wir machen? Der Werkraum war definitiv zu klein, um den Motor dort zu zerlegen. Andererseits ihn immer im großen Raum stehen zu lassen erschien uns auch keine Option.
Blieb also nur, den Keller umzubauen. Kurzer Anruf bei Opa Dirk und er kam mit Werkzeug und vielen guten Tipps vorbei. Schließlich träumten wir schon immer von einem ausgebauten Keller. Nach einigen Wochen hatte Martin dann eine eigene Werkstatt (mit extrabreiter Tür), wir ein Gästezimmer, einen Wasch- / Lagerraum und ein Badezimmer. Was doch zwei Zentimeter am Motorständer alles bewirken können.

Nun konnte endlich der Motor komplett zerlegt werden. Anschließend wurde der nagelneue, frisch gestrichene Werkraum gebührend eingeweiht, indem wir die Motorteile erst einmal entrostet und geschliffen haben, wobei auch Frau ihren Mann stand.

 

 

 

 

 

Leider fanden wir während dieser Arbeiten einige Teile, die nicht mehr ganz in Ordnung waren. Ein Abgaskrümmer zum Beispiel war gerissen und sollte neu mehrere 100 Euro kosten. Dazu kamen noch diverse Schrauben und Stangen. An den Stellen, an denen die Abgasbrücke mit den Zylinderköpfen verbunden ist, waren einigen Metallstege komplett durchgerostet. „Kein Problem“, meinte Andy, „was viele nicht wissen, das kann man aufschweißen lassen…“ Gesagt, getan. Zuerst einmal haben wir bei eBay zwei defekte Motoren ersteigert und ausgeschlachtet. Hier waren viele Teile vorhanden und in Ordnung, welche wir sonst für viel Geld hätten kaufen müssen.

Die durchgerosteten Teile an den Köpfen und der Abgasbrücke wurden aufgeschweißt und geschliffen, die Zylinder gehohnt, die Kolben inklusive Ringe kamen neu.

Die Kühlwasserkanäle wurden mit Säure ausgewaschen, alle Teile gereinigt, grundiert und lackiert. Zum Schluss hatten wir einen in seine Einzelteile zerlegten Motor. Ob der wohl jemals wieder läuft?


 

Updated: 27. Juni 2017 — 7:11

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