Motorausbau

Winter 2011 / 2012

„Irgendwie scheint unser Motor Diesel oder Öl durch den Auspuff auszuwerfen. Jedenfalls schillert es immer etwas auf dem Wasser, wenn wir den Motor in der Box ausmachen. Außerdem steigt die Motortemperatur manchmal extrem an.“ Mit diesen Worten konfrontierten wir Andy im Herbst 2011. Andy ist unser Freund und arbeitet mit Martin zusammen in der gleichen Schule. Ohne Andy hätten wir uns nie ein Boot gekauft. Er fand unsere Idee von Anfang an gut und hat uns immer wieder bestärkt. Als wir die AMITY fanden, hat er das Boot inspiziert und auch die Verkaufsverhandlungen geführt. Andy ist aber nicht nur ein „Bootskenner“, vielmehr noch ist er ein begnadeter Motorenfachmann. Die Frage war bei ihm also gut angebracht. Und er hatte auch gleich Ideen. Irgendetwas von „Ventilschaftdichtungen“ und ähnliche verwirrende Worte schwirrten schnell durch den Raum. EIgentlich war sofort klar, dass wir das nie alleine hinbekommen würden. Aber Andy wäre nicht Andy, wenn er sich der Sache nicht annähme. Also fuhren Martin und er gemeinsam in die Bootshalle, um den Motor teilweise an Bord zu zerlegen. Der Plan war, einzelne Komponenten abzubauen, mit nach Hamburg zu nehmen und dort mit neuen Dichtungen zu versehen.

„Martin, das sieht übel aus!“ Andy hatte gerade die Zylinderköpfe abgenommen und sich die Kolben angeschaut. An diesen waren so starke Laufspuren zu sehen, dass ein Motorschaden nur eine Frage der Zeit wäre. Was also machen? Am besten wäre es, der Motor käme nach Hamburg. Dort könnten wir uns dann in Ruhe um alles kümmern. Gesagt, getan. Dachten wir. Allerdings ist der Motor ein fast 40 Jahre alter, gusseisener Volvo Penta. Bei diesem Motor wiegt alleine das Schwungrad beinahe so viel, wie ein neuer Motor. Also weiter zerlegen. Jedenfalls so weit es die verrosteten Verbindungen zuließen. Anschließend wurde der Motorrumpf mit Schwungrad abgeseilt. Dieses war weder durch Kraft noch mit guten Worten dazu zu bewegen, gelöst zu werden. Nach stundenlanger Plakkerei waren die Teile endlich unten und konnten nach Hamburg gefahren werden. Das wir das Monstrum zu zweit und ohne Hebevorrichtung heil vom Boot bekommen haben, könnte man direkt als „Weltwunder“ einstufen. Auf alle Fälle gab es am nächsten Tag jede Menge brennende Muskeln…


 

Updated: 27. Juni 2017 — 7:10

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