Der Motor wird zusammengebaut

Winter 2011 / 2012

Knapp 40 Jahre ist unser Volvo Penta MD 11c alt. Jetzt lag er in Einzelteilen zerlegt vor uns. Ob der nun wirklich wieder zum Leben zu erwecken ist? Und vor allem, wenn wir ihn nun im Keller zusammenbauen, wie soll das gusseiserne Monster die Treppe hochgetragen werden? Unmöglich – also muss er im Erdgeschoss montiert werden, vielleicht auf der Terrasse, aber wie sollen wir ihn dann nach vorne zum Transport bringen (wir wohnen in einem Mittelreihenhaus). „Wie wär es, wenn wir unseren Klappfix holen und vor dem Haus aufbauen?“ Frauen sind manchmal super praktisch veranlagt – und Tanja bildet dabei natürlich keine Ausnahme. Unser Klappfix war ein alter Zeltanhänger, den wir 2007 gebraucht erworben und damit einige Kroatien-Touren unternommen haben. Seit 2010 war er in Dithmarschen in einer Scheune untergestellt. Nun kam der Augenblick, ihn mal wieder nach Hamburg zu holen. Also stand unser Klappfix einige Wochen vor unserem Haus.

Dass sich der Zusammenbau so lange hinzog, war einfach der Tatsache geschuldet, dass wir natürlich mit dem Zusammenbau hoffnungslos überfordert wären und dass Andy natürlich auch noch andere Dinge zu tun hatte, als sich um unseren Hufen Guss zu kümmern. War aber gar nicht schlimm, wir hatten ja Zeit. Außerdem sollte die Maschine ja auch ordentlich zusammen gesetzt werden. Am ehesten wurde Tanjas Geduld strapaziert, da die Einzelteile und die Dichtungen unseren Essbereich einnahmen. Gegessen wurde in diesen Wochen am Campingtisch.

„Sag mal Andy, bist du sicher, dass du die ganzen Einzelteile wieder zu einem Motor zusammen setzen kannst?“. Es folgte ein müdes Lächeln: „Martin, es sind nur zwei Zylinder. Was glaubst du, wie viele Teile ein 12 Zylinder Porsche Motor hat…“. Wie gesagt, Andy ist ein Fachmann. Und nach einigen Wochen, waren alle neuen und überarbeiteten Teile, neue Dichtungen, neue Kolben, neue Kolbenringe und vieles mehr zu etwas zusammengefügt, was wieder richtig wie ein Motor aussah. Nur, würde er auch laufen?

 

Der Motor sprang SOFORT an und hat uns bis jetzt nicht in Stich gelassen. Er ist alt, schwitzt ein wenig Öl und qualmt bestimmt etwas mehr, als ein neuer Motor. Uns aber ist er ans Herz gewachsen und wir sind überzeugt, dass er die AMITY auch gut über den großen Teich bringen wird. Natürlich wissen wir auch, wem wir dies zu verdanken haben: Danke Andy! Was würden wir ohne Dich machen?

 


 

Updated: 27. Juni 2017 — 7:13

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Amity - Maxi 95 auf Fahrt © 2017 Frontier Theme
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.