2012 – Nach Visby (Bagenkop)

01.07.2012

Am 29.6. sollte unsere Tochter nach einjährigem Südafrika-Aufenthalt wieder in Hamburg landen. Anschließend sollte es gemeinsam nach Schweden gehen. Stockholm war das festgesetzte Ziel. Hörte sich gut an und sieht auf der Karte auch gar nicht so weit aus. Da Tanja zu der Zeit noch fest angestellt war und keinen Urlaub bekommen konnte, wollte Martin mit den Kindern von Gelting direkt nach Visby segeln. Dorthin hatte Tanja ein Flugticket und sollte zur Crew stoßen. Aber irgendwie kam alles anders.

Zum Glück hatten wir uns entschieden, dass Tanja den Weg in die Selbständigkeit nun doch ganz wagen sollte. Sie vereinbartete mit ihrem Arbeitgeber ein Jahr unbezahlten Urlaub und ließ das Ticket nach Visby verfallen. Und das war auch gut so, schließlich kamen wir nie dort an. Aber der Reihe nach.

Nach einem anstrengenden Winter und vielen Umbauten bzw. Erweiterungen am Boot konnte Martin am 20.6. auf Facebook posten, dass es die Amity in den Hafen geschafft hatte. Leider war der Motor noch nicht angeschlossen, aber wofür haben wir Andy? Am 28.6. haben er und Martin das Boot fahrtüchtig gemacht (Andy, du bist unser Held!). Am 29.6. kam Lene zurück, am 30.6. ging es nach Nordfriesland. Martins jüngstes Patenkind sollte getauft werden. Während Lene und Moritz also schon beim Grillen waren, wollten Tanja uns Martin „nur mal schnell“ die letzten Dinge an Bord regeln. Am nächsten Abend nach der Taufe sollte schließlich abgelegt werden. Leider entdeckten wir Wasser im Boot, so dass aus „nur mal schnell“ mehrere Stunden Arbeit und Stress wurde. Anschließend zum Grillen und Trinken. Und ein richtiger Skipper kann viiieeel trinken…

 

 

 

 

 

Taufe am nächsten Morgen, kleine Feier und danach ab zum Boot und ablegen, wir konnten es halt gar nicht erwarten. Gekocht und zu Abend gegessen wurde gleich unterwegs. Die Nacht wollten wir durchsegeln. Schließlich sollte es Nonstop nach Visby gehen. Leider forderte der Stress und das viele Feiern mit wenig Schlaf und umso mehr Alkohol seinen Tribut. Zudem wurde die See immer rauher, so dass der Skipper mitten in der Nacht seekrank wurde und ausfiel.

 

 

 

 

 

An sich nicht so schlimm, die Crew war ja groß genug. Nur kannte sich von den übrigen keiner mit dem neuen Plotter aus oder wusste, wo es lang gehen sollte… Zum Glück war Bagenkop nur zwei Stunden entfernt. Und als wir dann um fünf Uhr morgens endlich dort fest gemacht hatten waren alle erschöpft und froh, dass wir unsere erste Nachtfahrt überstanden haben. Wir haben aus diesem Intermezzo gelernt, nicht wer schnell losfährt kommt (schneller) ans Ziel, sondern wer ausgeruht und gut vorbereitet ist.

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag haben wir uns dann erholt und das Boot wieder klar gemacht. Ein Fall hatte sich am Wirbel der Rollanlage verfangen. Also musste jemand in den Mast, und Moritz hat das super gemacht.

Bagenkop ist ein richtig schöner Ort. Wir haben einen tollen Strandspaziergang gemacht und waren letztendlich nicht traurig darüber, dass wir hier gestrandet sind. Und nach Visby bzw. Stockholm kann man ja immer noch weiter fahren…

 

Updated: 25. September 2017 — 1:10

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